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How to Make Art

Spoken Word Performance · Poetic Reflection & Creative Manifesto · 2026

How to Make Art – Spoken Word Performance

📝 Explanatory Context

This piece is a live performance that interrogates the definition of artistic creation—specifically poetry. Rather than offering doctrine, it walks through the internal negotiation an artist faces when confronted with historical authority, audience expectations, and self-imposed boundaries.

The work dismantles romanticized assumptions about "what art should be" and arrives at a clear, unapologetic conclusion: art is not defined by tradition or reception, but by the act of making itself. Delivered as a spoken performance, it blends philosophical inquiry, direct address, and deliberate provocation to reclaim creative autonomy.

The German language remains entirely in its original form; its rhythm, wordplay, and rhetorical force are inseparable from the piece's intent.

🎤 Performance Text (German Original)

Wie macht man Kunst? Am Beispiel der Poesie.

Um die Frage zu beantworten, würde ich die Gedanken und Meinungen anderer früherer und gegenwärtiger Poeten zu Rate ziehen. Diese würde ich sortieren, organisieren, reflektieren und dann pro-bieren mit meinen eigenen Wörtern wiederzuge-ben. Ich würde mir also eine eigene Meinung bilden wollen, was davon für mich zutrifft und was nicht.

Manchen würde ich zustimmen, manch einer teilweise zustimmen und andere als Quatsch oder Unsinniges abwinken. Ich nenne diese Herangehensweise die konzeptionelle Voruntersuchungsherangehensweise.

Könnte ich diesen Schritt denn nicht bereits als abhakt sehen? Ich meine… Das Ziel dieser Herangehensweise ist doch das schreiben eines poetischen Textes, wie ich ihn verfassen würde und letztendlich nicht, wie ein historischer oder zeitgenössischer Poet es tun würde.

Kann es nicht auch so sein, dass ich befürchte, jemand anderes könnte meine Poesie nicht als solche betrachten? Was, wenn es sich bereits die ganze Zeit vor meinen Augen befand? Was, wenn es nicht dieser Definition entspricht — die ich selbst nicht einmal kenne — sondern nur den Annahmen entspricht, deren ich mich selber auferlegt habe a la:

Nur Herr Goethe der ist Poet!
Nur der Reim im Texte steht!

Nun gut… konzeptionelle Voruntersuchungsherangehensweise ..check!

Nun bitte das Pferd einmal von Hinten aufziehen.

Was will ich erreichen/bewirken/bezwecken? Will ich Bilder mit Worten malen? Will ich Aufmerksamkeit? Will ich Gefühle wecken? Will ich Geld verdienen? Will ich die hübsche Dame oder den süßen Herren beeindrucken? Will ich Poesie machen, die von mir erwartet wird, welche den Definitionen des Publikums von Poesie entspricht?

Wir kommen der Sache näher! Wird es nun erst Poesie sein, wenn ich diese und alle folgenden Fragen beantwortet habe oder sollte ich einfach drauf scheißen was Poesie mal war und was es mal sein könnte und mich endlich einfach und unbeschwert der Sprachorgien und Wollust der Wortesliebe hingeben? Schreibt es mir in die Kommentare ;)

Ist Poesie nicht vielleicht schlicht und ergreifend die Fähigkeit, seine Gedanke und Gefühle in geschriebenen oder gesprochenen Wörtern wiederzugeben?

Ist es dann nicht auch Poesie oder Kunst im allgemeinen, wenn das Publikum es nicht versteht? Egal ob es sich um sensorisches, linguistisches oder intellektuelles Unverständnis handelt?

Wenn das nämlich nicht so wäre, dann wäre ja Goethe in Finland gar kein Poet. Und Wenn Goethe nun kein Poet mehr ist, dann heißt das doch:

Ich darf und muss mich selbst definieren!
Ich entscheide selbst was Poesie ist und was nicht!
Itse viitu itse! Bedecke du mal schön deinen eigenen Himmel mit Wolkendunst, Bitch!

Ich denke daher, die einzige Poesie die zählt, ist die, die gemacht wurde und nicht die die gedacht wurde.

Also! Hebt eure Schreibgeräte mit mir und Prost auf die Poesie! Prost auf die Kunst!

📍 Notes & Context

Performed live in 2026 as a standalone spoken piece, this work functions both as poetic reflection and creative manifesto. It has been presented across gallery, stage, and experimental formats where audience reception becomes part of the ongoing dialogue.

The German language is preserved intact to maintain tonal precision, linguistic rhythm, and rhetorical impact. Performance adaptations (projection format, pacing, or interactive elements) can be discussed for future presentations.

For performance rights, documentation requests, or collaboration inquiries: bk@bastikuhz.com

🎥 Performance Recording